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EPIRB, PLB, ELT, SART

Was ist was und wie funktioniert es? Vor und Nachteile:

Als erstes möchten wir die einzelnen Begriffe und Techniken erklären:

EPIRB: Emergency Position Indicating Radio Beacon
P-EPIRB: Personal Emergency Position Indicating Radio Beacon
PLB: Personal Locator Beacon
ELT: Emergency Locator Transmitter
SART: Sarch and Rescue (Radar) Transponder

Als ELT werden alle Arten von Notfunkbaken bezeichnet.

Die erste Generation von ELT`s arbeitet auf den Frequenzen 121,500 MHz und 243,000 MHz. Diese Baken werden in der Seefahrt, im Flugbereich und für private Anwendungen verwendet. 121,500 MHz ist die Grundfrequenz für die Grobortung. Im Nahbereich wird auch die erste Oberwelle 243,000 MHz zur Feinsuche verwendet. Diese Art von ELT`s sendet im Alarmfall nur einen auf und abschwellenden Ton aus. Es wird keine Art von Senderkennung oder Positionsangaben mit übertragen. Die Auswertung dieses Alarms erfolgt auf Cospar Sarsat Satelliten, in Flugzeugen und terrestrisch. Die Alarmierungszeit ist sehr lange. (Bis zu mehreren Stunden in Abhängigkeit vom Standort) Ein auffinden des Notfallortes ist nur peiltechnisch möglich. (Positionsgenauigkeit bei Satortung rund 17 Kilometer) Die Zahl der Fehlalarme liegt bei 98 % . Die Gerätschaften können tragbar, fixeingebaut und in Uhren eingebaut werden.

Der Dienst der 121,500/243,000 MHz EPIRB wird für die Seefahrt mit dem Jahr 2009 eingestellt. Eine Neuzulassung für 121,500 MHz ELT`s für den Seefahrtbereich ist nicht mehr möglich. Als „Homing Signal“ (zur Feinortung) wird die Frequenz weiter verwendet werden.

INMARSAT (L-Band)

EPIRB`s arbeiten auf 1,6 GHz die Alarmierung erfolgt über die Inmarsat Satelliten. (Verwendung nur in der Seefahrt) Die Alarmierungszeit beträgt 2 bis 8 Minuten. Von den Inmarsat Satelliten wird der Bereich bis zum 70 Breitengrad abgedeckt, da nur geostationäre Satelliten verwendet werden. Im Alarmfall, wird die Stationskennung, die Art des Notfalls und die GPS Position übertragen. Zusätzlich sind diese EPIRB`s optional mit Blitzlicht (Stroblight) und SART (Radartransponder) ausgestattet. Aufgrund der geringen Stückzahl und des hohen Preises haben sich die Inmarsat EPIRB nur in der Berufsschifffahrt durchgesetzt. Wegen Mangel an Kostendeckung und notwendigen Instandhaltungsmaßnamen wird der Dienst in dieser Form im Jahr 2006 eingestellt. Die Anlage besteht aus dem Epirb mit Handauslösung und optional zusätzlich auch Druckauslöser (Autoalarm ab 4 Meter Wassertiefe) und Bedienterminal.

406 MHz EPIRB

Die Alarmierung erfolgt über Satelliten von Cospar Sarsat. Es werden bis zum 70 Breitengrad geostationäre Satelliten und für den Rest der Welt polumlaufende Satelliten verwendet. Übertragen wird die MMSI und die GPS Position wenn ein GPS eingebaut ist. Optional auch das 121,500 MHz Homingsignal. Die Alarmierung bis zum 70 Breitengrad erfolgt binnen weniger Minuten nördlicher und südlicher kann es bis zu mehr als eine Stunde dauern bis der nächste Satellit die Position überfliegt und den Alarm weiterleitet.

Verschiedene 406 MHz EPIRB Modelle mit/ohne GPS, 121,500 MHz Homing Signal, Blitzlicht und „Freefload“ Auslösung.

P-EPIRB

Ein P-EPIRB ist ein EPIRB im 406 MHz Bereich, das wie ein PLB am Körper getragen wird (an der Schwimmweste befestigt) Auf einem Schiff können mehrere P-EPIRB`s verwendet werden. Im Gerät ist die MMSI des „Mutterschiffes“ einprogrammiert. Technisch gesehen ist es ein gleiches Gerät wie ein PLB es fallen aber keine weiteren Betriebskosten an, da für die Schifffunkanlage bereits Gebühren bezahlt werden.

406 MHz PLB

PLB`s sind im Gegensatz zu EPIRB`s nicht an ein Schiff mit MMSI gebunden sondern an eine Person. Sie können daher problemlos auf See und an Land verwendet werden. Zur Identifizierung ist eine individuelle Kennung einprogrammiert. Sie eignen sich daher bestens zur Mitnahme auf Charterjachten. PLB`s müssen jedoch nicht von der IMO zugelassen werden und erfüllen daher nicht immer alle Vorschriften für die Verwendung als EPIRB. (Sendeleistung, Batteriestandzeit, Wasserdichtheit) Fast alle 406 MHZ EPIRB`s sind auch als PLB bewilligbar. Alle anderen Merkmale wie Alarmierungszeiten und weltweite Abdeckung gelten wie für die 406 MHz EPIRB`s.

DSC EPIRB

Es handelt sich dabei um ein EPIRB welches auf Kanal 70 im Seefunkbereich arbeitet. Es werden alle Küstenfunkstellen und Schiffe welche mit UKW GMDSS Funkanlagen ausgerüstet sind alarmiert. Es ist mir nur eine Firma bekannt welche weltweit diese Art von EPIRB`s erzeugt. Es handelt sich um die Firma Mobilarm in Australien.

Dieses Epirb hat einen integrierten GPS Empfänger und wird an der Schwimmweste getragen. Nach Alarmauslösung wird automatisch auf dem Kanal 70 eine MOB Meldung wie von einem UKW DSC Funkgerät gesendet und danach auf Kanal 16 mit einer synthetischen Stimme eine weiterer Mayday Ruf abgesetzt. Diese Meldungen werden mit aktualisierten Koordinaten alle 4 Minuten wiederholt bis der Sender abgeschaltet wird. Die Batteriestandzeit soll 18 Stunden betragen.

SART

Die SART`s arbeiten im 9 GHz Radarbereich. Jedes Schiff welches mit Radar ausgerüstet ist kann ein Sart Signal auswerten und dessen Richtung und Entfernung feststellen. Die Reichweite ist auf die optische Sichtweite beschränkt. Es wird keine Art von Kennung mit übertragen. Das Signal dient zur Feinortung (Wie das Homingsignal) es kann aber auch bei Dunkelheit und schlechter Sicht benützt werden. Gesendet wird ein unverwechselbares Radarsignal von 12 Punkten. Mit der Radaranlage an Bord wird die Richtung und Entfernung bestimmt.

Sart Aussendungen am Radarschirm in verschiedenen Entfernungen:

Radaranzeige

weniger als 0,2 SM - cirka 1 SM - mehr als 2 SM

Zusammenfassend kann gesagt werden:

Zum momentanen Zeitpunkt sollte man sich zur Notfallalarmierung an Bord ein 406 MHz EPIRB (Wenn es sich um das eigene Schiff handelt).oder PLB (Wenn man auf Charterjachten zur See fährt) mit eingebautem GPS Empfänger, Blitzlicht und Homingsignal zulegen. Als weitere Zusatzausrüstung ist eine Sart von Vorteil. Für den Betrieb von EPIRB´s, PLB`s und SART`s ist keine Prüfung notwendig.

ACHTUNG EIN EPIRB KANN NICHT AUF EIN FREMDES SCHIFF MITGENOMMEN WERDEN: IM ALARMFALL SUCHEN SONST DIE RETTUNGSKRÄFTE NACH EINEM FALSCHEN SCHIFF:

Jede Art von EPIRB oder PLB darf und kann nur mit Bewilligung der örtlichen Fernmeldebehörden betrieben werden. (Auch nur dort bekommt man die MMSI oder die PLB Kennung.)
ACHTUNG vor im AUSLAND (speziell in der USA) gekauften EPIRBS BEI DENEN NIE DIE MMSI ODER DER PLB CODE REGISTRIERT WURDE. KEINE BEHÖRDE KANN DIESE DATEN ZUORDNEN UND SO EIN ALARM WIRD NICHT WEITER VERFOLGT SONDERN ALS FEHLALARM ABGETAN.

In Österreich ist das örtlich zuständige Fernmeldebüro für die Bewilligungserteilung zuständig:

Fernmeldebüro für Wien, Niederösterreich
und Burgenland
(Fernmeldebehörde I Instanz)
A-1200 Wien, Höchstädtplatz 3

Fernmeldebüro für Tirol und Vorarlberg
(Fernmeldebehörde I Instanz)
A-6020 Innsbruck, Valiergasse 60

Fernmeldebüro für Steiermark und Kärnten
(Fernmeldebehörde I Instanz)
A-8010 Graz, Marburger Kai 43-45

Fernmeldebüro für Oberösterreich und Salzburg
(Fernmeldebehörde I Instanz)
A-4020 Linz, Freinbergstrasse 22

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